Aus meinem Postausgang: Erste Schritte um den Affiliate Marketing Channel zu verbessern

Anbei eine E-Mail an einen zu dem Zeitpunkt potenziellen Kunden, die die Performance ihres Affiliate Marketing Channels verbessern wollten. Bevor das Projekt überhaupt startete, habe ich vorab direkten Kontakt zur Ansprechpartnerin aufgenommen und diese E-Mail mit verfasst.

Diese enthält Basic Schritte, wie man die Performance seines Affiliate Marketing Channels verbessern kann. Die E-Mail habe ich leicht angepasst, damit sie ohne weiteren Kontext verständlich ist.

Hier die E-Mail:


Hi A*****,

kurze Sache, die Du jetzt schon machen könntest für den Affiliate-Channel: schreibe deine 2-3  besten Affiliate Partner an und vereinbare einen Telefontermin.

Folgende Fragen hast Du an sie:

  1. Was für Werbematerialien benötigen Sie, um eure Brand besser zu positionieren und zu bewerben?
  2. Ob sie an einer engeren Kooperation interessiert sind?
  3. Welche Affiliate Netzwerke nutzen sie? (es kann sein, dass auf **Affiliate Netzwerk** einfach nicht die richtigen Affiliate-Partner für euch haben.  Das müsste man hinterfragen, ob es ein anderes Netzwerk für den Deutschen Markt gibt mit stärkeren Affiliates)

Da ihr wisst, wie ihr die Conversion auf eurer Seite optimiert, solltest Du dem Affiliate auch 2-3 Tipps geben, wie er eine bessere CTR auf seiner Seite erzielen kann zu eurem Shop à la „Wir haben bei unserem Shop gesehen, dass wenn wir … machen auf der Seite, die Conversionrate besser ist. Du machst das noch nicht. Probiere das doch aus!“

Zusätzlich müsstest du mit eurem Legal Ansprechpartner klären, ob ihr Pixel teilen dürft. Interessant wäre es nämlich, wenn der Affiliate seinen Facebook Pixel auf die Landingpage mit euren Produkten mit euch teilt, den ihr wieder verwenden könnt für FB Ads…

Das sind auf jeden Fall die Basics, die du abklappern kannst 🙂

Lieben Gruß,

Benjamin


Ich bin ein Fan davon mit den „Low-hanging Fruits“ zu beginnen und erstmal zu überprüfen, ob die Basis überhaupt passt. Dafür muss man nicht zwingend externe Unterstützung mit einbeziehen.

Es ist im Endeffekt wie alles im Leben, was man verbessern möchte: man muss den Status-quo ermitteln indem man allen am Prozess beteiligten Personen Fragen dazu stellt und Störer dadurch aufdeckt – ganz versteckt ist auch der Prozess-Optimierungs-Ansatz von Kaizen mit dem Kunden- und Lieferantenprinzip innerhalb eines Unternehmens.

Wer seine Performance in einem Marketing Channel oder persönliche Performance verbessern möchte, fängt am besten damit an, Feedback von allen am Prozess Beteiligten einzuholen, deren Sicht zu verstehen und Potenziale zu entdecken.

PS: zu dem Zeitpunkt potenzieller Kunde – heute Auftraggeber.

Content Ideen zur Inspiration

Es ist kein besonderes Geheimnis mehr, dass ein wesentlicher Bestandteil jeder Marketing Aktivität guter Content ist. Content Ideen zu finden ist nicht immer einfach weshalb ich diesen Artikel geschrieben habe.

Seit ein paar Jahren zerbrechen sich jetzt Unternehmen den Kopf darüber wie sie Content produzieren können für ihr Content- und Social Marketing im Inbound Marketing – natürlich so Kosten neutral, wie möglich.

In diesem Artikel habe ich eine Liste mit Ideen zur Inspiration zusammen gestellt. Die Content Ideen sind bestmöglich nach ihrem Kostenaufwand aufsteigend sortiert.

Mein absoluter Favorit ist gleich der erste in der Liste: Inhalte kuratieren.

Content Ideen für ihr Inbound Marketing:

  1. Inhalte kuratieren
  2. Interviews
  3. Educational Content
  4. Team/Mitarbeiter Vorstellung

1. Inhalte kuratieren

Inhalte zu kuratieren ist die beste Möglichkeit, um Content Marketing zu starten. Im Wesentlichen geht es darum aus der Informationsflut im Netz, die besten und relevantesten Inhalte heraus zu picken und in Form einer Liste oder Übersicht zur Verfügung zu stellen.

Warum Inhalte kuratieren anstatt selbst zu erstellen?

Man benötigt keine wissenschaftliche Studie, um die Informationsflut zu erkennen und zu wissen, dass wir in einer Zeit einer absoluten Reizüberflutung leben.

Niemand hat die Zeit dafür sich zuerst einen Überblick zu den aktuellen Informationen zu verschaffen, um dann zu entscheiden welche Inhalte man konsumieren möchte. Eine kuratierte Liste der relevantesten Informationen, Fachbeiträgen, oder Quellen ist die einfachste Weise Gästen, (potenziellen) Kunden und Freunden einen Mehrwert zu liefern.

Man agiert sprichwörtlich als „Informationsfilter“ und gibt nur die besten Inhalte weiter.

Beim Kuratieren geht es nicht darum zwingend neue Informationsquellen zu erschließen. Ziel ist, die Artikel und Informationen, die ohnehin konsumiert werden, zu bewerten und daraus eine „Best-of-Liste“ zu erstellen.

Welche Inhalte kann man kuratieren?

  • Wöchentliche Musik Playlisten (Spotify, Deezer, Soundcloud) zu bestimmten Events/Stimmungen/Anlässen
  • Fachbeiträge zu einem beliebigen Thema in einem bestimmten Zeitraum
  • Mood Boards auf Pinterest
  • veröffentlichte Interviews von Experten zu einem relevanten Thema
  • YouTube Videos in Playlisten (= TV Sender)
  • Zitate über Instagram und Pinterest

Wie stellt man diese Inhalte zur Verfügung?

Wer aufmerksam die oberen Absätze gelesen hat, hat auch gelesen, dass ich beim Inhalte kuratieren von Listen schreibe. So banal und einfach verständlich, wie möglich: eine Liste mit folgenden Informationen.

  • Titel
  • Quelle
  • Veröffentlichungsdatum

Die Liste kann entweder in einem Blogartikel, Newsletter oder Instagram/Facebook Post veröffentlicht werden.

2. Interviews

Interviews zu verfassen ist eine sehr einfache und zeitgleich effektive Methode interessanten und relevanten Content zu erstellen, bzw. regelrecht erstellen zu lassen. Das Beste an Interviews ist vorallem, dass die eigentliche Inhaltserstellung ausgelagert wird und nur ein paar Vorbereitungen und anschließende Nachbereitung mit sich bringt.

Die Interviews müssen nicht live statt finden. Es genügt in den meisten Fällen einen gut vorbereiteten Fragenkatalog per E-Mail zu übermitteln und diesen innerhalb einer Frist beantworten zu lassen.

Interview Vorbereitung

  1. Fragenkatalog erstellen
  2. Interviewpartner ermitteln
  3. Interviewpartner kontaktieren
  4. Koordination
  5. Fragenkatalog übermitteln

Interview Nachbereitung

  1. Fragen & Antworten formatieren
  2. Veröffentlichung
  3. Verbreitung

Pro Tipp: Bei der Erstellung des Fragenkatalogs kann man die Fragen auf sog. Longtail-Suchbegriffe ausrichten, um zu einem späteren Zeitpunkt organischen Traffic zu erschließen. Ein sehr gutes Tool dafür ist AnswerthePublic.com

3. Educational Content

Egal ob Produkte oder Dienstleistungen – beide verlangen eine Erklärung damit sie von den Kunden und Gästen verstanden werden und wenn man schon eine Webseite und alle sozialen Kanäle bespielt, sollte man auch nicht die Möglichkeit auslassen seine eigenen Produkte zu erklären. Auch wenn Dienstleistungen und Produkte noch so trivial sind und man glaubt, dass eine Erklärung irrelevant ist, ist es die beste Grundlage, um Content zu produzieren und potenzielle Fragen zu beantworten. Im wesentlichen geht es darum ein besseres FAQ zu erstellen, welches nicht nur an der Oberfläche kratzt.

Der Kern von sog. Educational Content ist es, Menschen Wissen zu vermitteln und damit auch deren eigenes Handeln ermöglichen.

Wenn man beispielsweise ein erfolgreiche Pizzeria betreiben, wäre ein passender Inhalt unter dem Titel „Anleitung zur Zubereitung der Pizza Speziale à la Mama“. Es scheint, als würde man den Gast in die Lage versetzen die Pizza selbst zuhause zu zubereiten, was zur Folge hat, dass der Gast nicht mehr in die Pizzeria kommt – ergo: der Pizzeria-Betreiber verliert Gäste und somit Geld.

Das ist natürlich absoluter Quatsch. Wenn der Pizzeria Betreiber wirklich glaubt, dass ein Gast die Pizza genauso gut zubereiten kann, glaubt er auch an fliegende Rentiere. Wenn der Gast die Pizza wirklich genauso gut, oder gar besser die Pizza zubereiten kann, hat der Betreiber ein ganz anderes Problem…

Beispiel Fragen zu denen man educational Content produzieren kann

  • Seit wann produzieren Sie in xy?
  • Was waren die anfänglichen Schwierigkeiten, als Sie ihre Unternehmung gestartet haben?
  • Worauf sollten Kunden bei der Pflege von xy achten?
  • Wie können das ihre (Restaurant-) Gäste auch zuhause zubereiten?
  • Wie können das ihre Kunden/Gäste auch selbst?

Die Liste kann endlos weiter geführt werden. Der Erfolgsfaktor für diese Inhalte liegt darin die konventionelle Denkweise zu durchbrechen und Informationen bereit zu stellen, die über ein klassischen FAQ hinausgehen.

Für wen sind diese Inhalte interessant?

  • Potenzielle Kunden, die ihre Service Hotline nicht anrufen möchte, sich aber trotzdem für Ihr Angebot interessieren.
  • Hardcore Fans ihres Unternehmens, die sich noch mehr informieren möchten.
  • Kunden, die in einer Diskussion stehen und eine Bestätigung für ihr eigenes Argument benötigen, um ihr Unternehmen oder Produkt zu verteidigen.
  • Do-it-yourself Menschen
  • Besserwisser

4. Team/Mitarbeiter Vorstellung

Hinter jedem Unternehmen, Produkt, Dienstleistung und Marke stehen Menschen. Es sind Menschen aus dem Bereich Kundenservice, Entwicklung, Verkauf, Geschäftsführung, Gestaltung oder beispielsweise Logistik und alle sind unmittelbar am Erfolg ihres Unternehmens beteiligt.

Kunden wissen das und schätzen die Mitarbeiter dafür. Für den guten Service, für innovativen Ansätze aus der Entwicklungsabteilung oder der schönen Verpackungsgestaltung aus der Designabteilung.

Hand auf’s Herz: Was liest fast jeder gerne? Geschichten.

Lässt man regelmäßig seine Mitarbeiter ihre persönliche Geschichte und Beziehung zum Unternehmen erzählen, erreicht man damit zwei wesentliche Ziele: Mitarbeiter-Branding und Content für ihr Inbound Marketing.

Welche Geschichten könnten Mitarbeiter erzählen?

  • Wie bin ich zum Unternehmen gekommen?
  • Diesen Teil habe ich zum neuen Produkt beigetragen und dieses Detail ist mir besonders wichtig
  • Ich bin seit 5 Jahren dabei – das waren meine Highlights

An dieser Stelle kann man kreativ werden bei der „Themenwahl“ und vielleicht daraus sogar eine Artikelreihe machen? Man könnte von alle Mitarbeiter einen Artikel zu ihrem 3-jährigen Jubiläum schreiben lassen mit ihren persönlichen Highlights und besonderen Herausforderungen.

Wenn Mitarbeiter ungern selbst schreiben, machen sie daraus ein Interview, wie oben beschrieben.

Wichtig: Es geht nicht darum einen Steckbrief auszufüllen oder einen Lebenslauf zu veröffentlichen, den jeder auf Xing oder LinkedIn finden kann.

Meine Empfehlung

Insofern es die Unternehmenskommunikation zulässt aber die Kapazitäten für die Content-Erstellung kann sind, empfehle ich mit Content kuratieren zu starten. Es geht nicht immer darum Inhalte neu zu erfinden. Mit Hilfe des Internets erhält man Zugriff auf die Content kreiert von den größten Talenten der Welt – warum dann versuchen es besser zu machen, wenn die eigene Kernkompetenz wo anders liegt?

Es gibt außerdem etliche Tools, die dazu verleiten so viel wie möglich zu automatisieren. Bitte widerstehe der Versuchung alles mögliche zu automatisieren oder Inhalte zu klaupieren. Alle Content Ideen sind valide und relativ simpel in der Umsetzung.

Schonmal einen Kaffee aus einem Automaten getrunken, der in irgend einer Supermarkt-Ecke steht und in ein paar Sekunden fertig ist? 
Nein, weil der meistens scheiße schmeckt.

Mach es deshalb bitte nicht mit deinen eigenen Inhalten.

 

Das Komplexitätsproblem von Social Media Marketing

Aus meiner Sicht heraus gibt es kein Komplexitätsproblem in Social Media Marketing.

Das Problem wurde künstlich erzeugt von Menschen, die verantwortlich für die Außenkommunikation, Marketing & Branding sind und waren und sich bisher mit ihrem Gefühl rechtfertigen konnten, warum eine Marketingmaßnahme durchgeführt wurde, oder eben nicht.

Der Erfolg einer TV-Kampagne ist nicht direkt messbar – es sind Schätzwerte.

Der Erfolg einer Radio-Kampagne ist nicht direkt messbar – es sind Schätzwerte.

Der Erfolg einer Plakatierung ist nicht nicht direkt messbar – es wird geschätzt, wie viele Personen das Plakat gesehen haben und darauf kommt die Schlussfolgerung, dass die die komplette Maßnahme der Grund dafür war, weshalb so viele (oder wenige) zur Kinopremiere erschienen sind.

Es war sicher nicht das optische Erscheinungsbild des Plakates, oder die Platzierung, Anrede oder allgemein das Format.

Deshalb sind diese Medien „einfach“. Geld oben rein, warten, Ergebnis kommt unten raus. Erkennen, dass die Kommunikationsmaßnahme nicht geklappt hat, anpassen, Geld oben rein, warten, Ergebniss kommt unten raus.

Das was Social Media Marketing komplex macht und Probleme hervorruft ist, dass man direktes und unmittelbares Feedback erhält.

  1. Feedback als Auswertung
  2. Feedback als ungefilterte und direkte Kommunikation vom Empfänger (Käufer, Zielgruppe, nenne sie wie du möchtest)

 

Und jetzt wird es interessant!

Das ungefilterte Feedback und die Erfolgsmessung einer Kommunikationsmaßnahme in Zahlen bringen so manch solventen Marketing Mitarbeiter in unangenehme Situationen: man muss kommunizieren.

Unmittelbar mit der Zielgruppe kommunizieren, um dann wieder eine ungefilterte Feedbackantwort zu bekommen, die man wieder beantworten kann, weil sonst womöglich ein sog. Shitstorm los getreten wird, weil man traditionsbewusst sich dazu entscheidet es einfach tot zu schweigen.

Oder mit den Vorgesetzten kommunizieren, denen man die Zahlen vorlegen muss.

Vielleicht sogar mit Kollegen kommunizieren, um noch rechtzeitig eine Gegenmaßnahme einzuleiten.

Es muss so viel kommuniziert werden und das kann durchaus komplex werden. Plötzlich wird für eine Person, die für die Außenkommunikation eines Unternehmens verantwortlich ist, die Kernkompetenz zu stressig.

Et voilà! siehe da! Es wurde ein Problem gefunden, um lieber etwas nicht zu tun:

Das Komplexitätsproblem von Social Media Marketing

Darunter kann man vieles verstehen. Glück gehabt!

So sollten QR Codes 2017 verwendet werden

Am besten gar nicht.

QR Codes waren nie wirklich relevant, sie sind heute nicht relevant und sie werden auch nicht relevant sein – auch nicht in 2 Wochen.

Manchmal gibt es technologische Ansätze, wie QR Codes, die zwar echt gut aus aussehen und nach einer Kommunikationsrevolution riechen und dann doch nichts werden.

QR Codes sind tot.

Ja, Snapchat hat das Grundkonzept übernommen, damit man Personen zu seinem eigenen Netzwerk hinzufügen kann. Der Snapchat-Code sieht so aus – das ist meiner:

snapcode