Content Ideen zur Inspiration

Es ist kein besonderes Geheimnis mehr, dass ein wesentlicher Bestandteil jeder Marketing Aktivität guter Content ist. Content Ideen zu finden ist nicht immer einfach weshalb ich diesen Artikel geschrieben habe.

Seit ein paar Jahren zerbrechen sich jetzt Unternehmen den Kopf darüber wie sie Content produzieren können für ihr Content- und Social Marketing im Inbound Marketing – natürlich so Kosten neutral, wie möglich.

In diesem Artikel habe ich eine Liste mit Ideen zur Inspiration zusammen gestellt. Die Content Ideen sind bestmöglich nach ihrem Kostenaufwand aufsteigend sortiert.

Mein absoluter Favorit ist gleich der erste in der Liste: Inhalte kuratieren.

Content Ideen für ihr Inbound Marketing:

  1. Inhalte kuratieren
  2. Interviews
  3. Educational Content
  4. Team/Mitarbeiter Vorstellung

1. Inhalte kuratieren

Inhalte zu kuratieren ist die beste Möglichkeit, um Content Marketing zu starten. Im Wesentlichen geht es darum aus der Informationsflut im Netz, die besten und relevantesten Inhalte heraus zu picken und in Form einer Liste oder Übersicht zur Verfügung zu stellen.

Warum Inhalte kuratieren anstatt selbst zu erstellen?

Man benötigt keine wissenschaftliche Studie, um die Informationsflut zu erkennen und zu wissen, dass wir in einer Zeit einer absoluten Reizüberflutung leben.

Niemand hat die Zeit dafür sich zuerst einen Überblick zu den aktuellen Informationen zu verschaffen, um dann zu entscheiden welche Inhalte man konsumieren möchte. Eine kuratierte Liste der relevantesten Informationen, Fachbeiträgen, oder Quellen ist die einfachste Weise Gästen, (potenziellen) Kunden und Freunden einen Mehrwert zu liefern.

Man agiert sprichwörtlich als „Informationsfilter“ und gibt nur die besten Inhalte weiter.

Beim Kuratieren geht es nicht darum zwingend neue Informationsquellen zu erschließen. Ziel ist, die Artikel und Informationen, die ohnehin konsumiert werden, zu bewerten und daraus eine „Best-of-Liste“ zu erstellen.

Welche Inhalte kann man kuratieren?

  • Wöchentliche Musik Playlisten (Spotify, Deezer, Soundcloud) zu bestimmten Events/Stimmungen/Anlässen
  • Fachbeiträge zu einem beliebigen Thema in einem bestimmten Zeitraum
  • Mood Boards auf Pinterest
  • veröffentlichte Interviews von Experten zu einem relevanten Thema
  • YouTube Videos in Playlisten (= TV Sender)
  • Zitate über Instagram und Pinterest

Wie stellt man diese Inhalte zur Verfügung?

Wer aufmerksam die oberen Absätze gelesen hat, hat auch gelesen, dass ich beim Inhalte kuratieren von Listen schreibe. So banal und einfach verständlich, wie möglich: eine Liste mit folgenden Informationen.

  • Titel
  • Quelle
  • Veröffentlichungsdatum

Die Liste kann entweder in einem Blogartikel, Newsletter oder Instagram/Facebook Post veröffentlicht werden.

2. Interviews

Interviews zu verfassen ist eine sehr einfache und zeitgleich effektive Methode interessanten und relevanten Content zu erstellen, bzw. regelrecht erstellen zu lassen. Das Beste an Interviews ist vorallem, dass die eigentliche Inhaltserstellung ausgelagert wird und nur ein paar Vorbereitungen und anschließende Nachbereitung mit sich bringt.

Die Interviews müssen nicht live statt finden. Es genügt in den meisten Fällen einen gut vorbereiteten Fragenkatalog per E-Mail zu übermitteln und diesen innerhalb einer Frist beantworten zu lassen.

Interview Vorbereitung

  1. Fragenkatalog erstellen
  2. Interviewpartner ermitteln
  3. Interviewpartner kontaktieren
  4. Koordination
  5. Fragenkatalog übermitteln

Interview Nachbereitung

  1. Fragen & Antworten formatieren
  2. Veröffentlichung
  3. Verbreitung

Pro Tipp: Bei der Erstellung des Fragenkatalogs kann man die Fragen auf sog. Longtail-Suchbegriffe ausrichten, um zu einem späteren Zeitpunkt organischen Traffic zu erschließen. Ein sehr gutes Tool dafür ist AnswerthePublic.com

3. Educational Content

Egal ob Produkte oder Dienstleistungen – beide verlangen eine Erklärung damit sie von den Kunden und Gästen verstanden werden und wenn man schon eine Webseite und alle sozialen Kanäle bespielt, sollte man auch nicht die Möglichkeit auslassen seine eigenen Produkte zu erklären. Auch wenn Dienstleistungen und Produkte noch so trivial sind und man glaubt, dass eine Erklärung irrelevant ist, ist es die beste Grundlage, um Content zu produzieren und potenzielle Fragen zu beantworten. Im wesentlichen geht es darum ein besseres FAQ zu erstellen, welches nicht nur an der Oberfläche kratzt.

Der Kern von sog. Educational Content ist es, Menschen Wissen zu vermitteln und damit auch deren eigenes Handeln ermöglichen.

Wenn man beispielsweise ein erfolgreiche Pizzeria betreiben, wäre ein passender Inhalt unter dem Titel „Anleitung zur Zubereitung der Pizza Speziale à la Mama“. Es scheint, als würde man den Gast in die Lage versetzen die Pizza selbst zuhause zu zubereiten, was zur Folge hat, dass der Gast nicht mehr in die Pizzeria kommt – ergo: der Pizzeria-Betreiber verliert Gäste und somit Geld.

Das ist natürlich absoluter Quatsch. Wenn der Pizzeria Betreiber wirklich glaubt, dass ein Gast die Pizza genauso gut zubereiten kann, glaubt er auch an fliegende Rentiere. Wenn der Gast die Pizza wirklich genauso gut, oder gar besser die Pizza zubereiten kann, hat der Betreiber ein ganz anderes Problem…

Beispiel Fragen zu denen man educational Content produzieren kann

  • Seit wann produzieren Sie in xy?
  • Was waren die anfänglichen Schwierigkeiten, als Sie ihre Unternehmung gestartet haben?
  • Worauf sollten Kunden bei der Pflege von xy achten?
  • Wie können das ihre (Restaurant-) Gäste auch zuhause zubereiten?
  • Wie können das ihre Kunden/Gäste auch selbst?

Die Liste kann endlos weiter geführt werden. Der Erfolgsfaktor für diese Inhalte liegt darin die konventionelle Denkweise zu durchbrechen und Informationen bereit zu stellen, die über ein klassischen FAQ hinausgehen.

Für wen sind diese Inhalte interessant?

  • Potenzielle Kunden, die ihre Service Hotline nicht anrufen möchte, sich aber trotzdem für Ihr Angebot interessieren.
  • Hardcore Fans ihres Unternehmens, die sich noch mehr informieren möchten.
  • Kunden, die in einer Diskussion stehen und eine Bestätigung für ihr eigenes Argument benötigen, um ihr Unternehmen oder Produkt zu verteidigen.
  • Do-it-yourself Menschen
  • Besserwisser

4. Team/Mitarbeiter Vorstellung

Hinter jedem Unternehmen, Produkt, Dienstleistung und Marke stehen Menschen. Es sind Menschen aus dem Bereich Kundenservice, Entwicklung, Verkauf, Geschäftsführung, Gestaltung oder beispielsweise Logistik und alle sind unmittelbar am Erfolg ihres Unternehmens beteiligt.

Kunden wissen das und schätzen die Mitarbeiter dafür. Für den guten Service, für innovativen Ansätze aus der Entwicklungsabteilung oder der schönen Verpackungsgestaltung aus der Designabteilung.

Hand auf’s Herz: Was liest fast jeder gerne? Geschichten.

Lässt man regelmäßig seine Mitarbeiter ihre persönliche Geschichte und Beziehung zum Unternehmen erzählen, erreicht man damit zwei wesentliche Ziele: Mitarbeiter-Branding und Content für ihr Inbound Marketing.

Welche Geschichten könnten Mitarbeiter erzählen?

  • Wie bin ich zum Unternehmen gekommen?
  • Diesen Teil habe ich zum neuen Produkt beigetragen und dieses Detail ist mir besonders wichtig
  • Ich bin seit 5 Jahren dabei – das waren meine Highlights

An dieser Stelle kann man kreativ werden bei der „Themenwahl“ und vielleicht daraus sogar eine Artikelreihe machen? Man könnte von alle Mitarbeiter einen Artikel zu ihrem 3-jährigen Jubiläum schreiben lassen mit ihren persönlichen Highlights und besonderen Herausforderungen.

Wenn Mitarbeiter ungern selbst schreiben, machen sie daraus ein Interview, wie oben beschrieben.

Wichtig: Es geht nicht darum einen Steckbrief auszufüllen oder einen Lebenslauf zu veröffentlichen, den jeder auf Xing oder LinkedIn finden kann.

Meine Empfehlung

Insofern es die Unternehmenskommunikation zulässt aber die Kapazitäten für die Content-Erstellung kann sind, empfehle ich mit Content kuratieren zu starten. Es geht nicht immer darum Inhalte neu zu erfinden. Mit Hilfe des Internets erhält man Zugriff auf die Content kreiert von den größten Talenten der Welt – warum dann versuchen es besser zu machen, wenn die eigene Kernkompetenz wo anders liegt?

Es gibt außerdem etliche Tools, die dazu verleiten so viel wie möglich zu automatisieren. Bitte widerstehe der Versuchung alles mögliche zu automatisieren oder Inhalte zu klaupieren. Alle Content Ideen sind valide und relativ simpel in der Umsetzung.

Schonmal einen Kaffee aus einem Automaten getrunken, der in irgend einer Supermarkt-Ecke steht und in ein paar Sekunden fertig ist? 
Nein, weil der meistens scheiße schmeckt.

Mach es deshalb bitte nicht mit deinen eigenen Inhalten.

 

Tools zur Prozessoptimierung

Mein operativer Job dreht sich um 2 Kernthemen: online Marketing und Projektmanagement.

Im Projektverlauf werde ich auch regelmäßig nach Tools gefragt. Tools, welche die aktuelle Lage verbessern – insbesondere die Kommunikation im Unternehmen, in Abteilungen und Teams.

Der Klassiker:

Benjamin, dafür muss es doch ein Tool geben!

Aktuell gibt es tatsächlich für fast alles ein Tool, oder eine „App“ – insbesondere für Kollaboration und Projektmanagement.

Ich verstehe auch woher die Intension kommt nach einem Tool zu fragen: Es ist auf den ersten Blick einfacher ein neues Tool zu implementieren, welches die Kommunikation verbessern kann, als die Kommunikation von Grund auf ohne Tool zu verbessern.

Ohne Tool die Kommunikation zu verbessern kostet Zeit und Geld – beides in nicht unwesentlichen Ausmaß. Wenn sich aber die Kommunikation nach Implementierung eines solchen Tools nicht verbessert, ist es einfach das Tool als schlecht abzustempeln und weiterhin im alten Muster zu arbeiten, kommunizieren und beschweren.

Damit tut sich jede Abteilungs- & Teamleitung leicht, die weiß, dass sie etwas verbessern muss, aber kein Interesse daran hat sich intensiv mit der Verbesserung der internen Kommunikation auseinander zu setzen.

Digitale Tools sind kein Allheilmittel

Besonders nicht, wenn es darum geht Prozesse in einem Team zu optimieren. Wenn der Austausch in einem Team oder in einer Abteilung schlecht ist, wird kein digitales Tools der Welt schlechte Kommunikation aus der Welt schaffen.

Man kann aus Scheiße kein Gold machen.

Digitale Tools transformieren eine schlechte Teamkommunikation nicht in eine gute Teamkommunikation.

Es ist die selbe Situation, wie in der Ernährung und Sport: Nur weil du deine Proteinshakes trinkst, wachsen dir keine Mukkis. Du musst ernsthaft trainieren und deine Ernährung umstellen.

Digitale Projektmanagement- und Kommunikationstools kann eine ohnehin gute Kommunikation in eine noch bessere transformieren.

2 Schritte für bessere Kommunikation

Kommunikation im Team, Unternehmen und in allen Beziehungen zu verbessern ist einfach.

Der erste Schritt lautet: zuhören.
Der zweite Schritt lautet: verstehen.

Diese Schritte sind so trivial, wie notwendig, um Kommunikation überhaupt zu ermöglichen. Trotzdem hören zu wenige Menschen wirklich zu.