Leonardo DiCaprio – Before the Flood

Falls Du die Dokumentation von National Geographic und Leonardo DiCaprio noch nicht gesehen hast, freue ich mich sehr darüber, dass ich sie dir vorstellen darf: Before the Flood.

Wenn Du den Film von Leonardo DiCapro zum Thema „Klimawandel“ schon gesehen hast, ist dieser Blogbeitrag nichts für dich. Vielleicht dann doch die Easy Friday Vibes Playlist?

Ganz egal in welchem Verhältnis man zur Natur, zur Welt, zum Klima und sich selbst steht: Before the Flood ist absolute Pflicht. Leonardo DiCaprio hat zusammen mit National Geographic die Dokumentation für alle kostenlos zur Verfügung gestellt. Nach ein paar Tagen war sie wieder offline, wegen „Copyright issues“. Issues gab es da sicher nicht nur bezüglich Copyright. Aber hier wenigstens der Trailer

Weitere Fakten zum Thema „Klimawandel“ gibt es in der Dokumentation. Den Rest hast Du in der Schule gehört – egal, wie alt du bist. Es war immer schon Thema.

Ich weiß, dass es Menschen gibt, die nicht an den Klimawandel glauben und es gibt Menschen, die sagen, dass sie den Klimawandel „super“ finden – endlich ist nicht nur die Mutter an Weihnachten „Land unter“, sondern auch das ganze Dorf.

Before the Flood zeigt oberflächlich was „Klimawandel“ bedeutet und die daraus resultierenden Konsequenzen, die ganz nebenbei heute „schon“ zu sehen und messbar sind. Wenn man das Thema „Klimawandel“ aus dem Film raus lässt, wird uns ein Spiegel vorgehalten. Schau dir den Film ruhig zwei Mal an. Die Kamera nimmt unsere absolute und unzerstörbare Ignoranz auf.

Ein Gedankenspiel:

Obwohl wir wissen, dass wenn wir ohne Helm Fahrrad fahren und stürzen, Gefahr laufen einen Schädelbruch zu erleiden, oder andere ekelhafte Kopfverletzungen, die wir hätten vermeiden können, wenn wir einen Helm getragen hätten. Trotzdem trägt kaum jemand einen Helm im Stadtverkehr. Es gibt ja keine „Helmpflicht“, die per Gesetz gilt. Niemand bestraft uns, wenn wir ohne Helm auf dem Fahrrad im Straßenverkehr erwischt werden – zumindest nicht in Deutschland. Wenn bei einem Unfall die Krankenkasse aber dann für den Schaden und die kostenintensive Schädelrekunstruktion nicht aufkommt, machen alle ein langes Gesicht – „Scheiß Krankenkasse“, „nur weil ich nicht privat versichtert bin!“. Für den „Zurück“-Schalter ist unsere Technik noch nicht weit genug, um die Zeit zurück zu drehen und im nachhinein tut einem dann alles „furchtbar Leid“. Man hätte ja nicht wissen können, „dass mich der blöde LKW-Fahrer links neben der Führerkabine übersieht beim links abbiegen“.

Trotz Unfallstatistiken, Wissen, schrecklichen Unfallbilder aus der Fahrschule und guter Erziehung: die Mehrheit der Verkehrsteilnehmer

  • lässt sich vom Smartphone während der Fahrt ablenken
  • fährt konstant 20km/h schneller, als erlaubt ist, weil „wenn man dann geblitzt wird, wird’s nicht so teuer“
  • fährt Fahrrad ohne Helm
  • fährt auch noch nach 2-3 Bier nach Hause

Und genauso ist es mit dem Klimawandel und der Achtung vor unserer Erde und vor allem: einem selbst.

Das Wissen über die Tragweite und Konsequenzen zu unserem globalen Verhalten was den Verbrauch von fossilen Brennstoffen, Wasser, Luft und Regenwaldrodung angeht, ist vorhanden. Jeder ist sofort emotional betroffen, wenn das Thema „Klimawandel“ aufkommt und in einer solchen Gesprächsrunde ist immer eine Person dabei mit dem „tollen neuen Auto, das nur noch 4l statt 10l innerorts schluckt“!

Hey Coolman!

Ellbogen aus dem Fenster, wie ein Gangster. Es gibt Autos, die fahren rein elektrisch und brauchen gar nichts mehr. Außerdem! Du bist fett geworden: innerorts kannst Du auch laufen.

Oder Fahrrad fahren.

Aber bitte mit Helm.

Meine wichtigste Frage als Projektleiter

Seit 2010 habe ich (das bin ich) mit sehr vielen Menschen zusammen gearbeitet in den unterschiedlichsten Projekten. Vom Bau eines 400qm Messestands, über Container für MINI ausbauen und in die Schweiz verschiffen, bis hinzu Online-Projekten, die in Zahlen noch mehr Performance getrieben waren, als die Projekte in der Live-Kommunikation.

Ich hatte es schon immer in mir, dass ich „mit Menschen gut kann“. Vor allem in Stress-Situationen, wenn es darauf ankommt sich in andere hinein versetzen zu können. Jedes Projekt bringt seine Stress-Situationen mit sich. Man kann vieles überspielen und irgendwie weg lächeln, aber wenn Du in der Situation bist, in der Du ganz genau weißt, dass wenn dein Team jetzt nicht zusammen hält und performed, das Projekt kein gutes Ende nehmen wird. Und mit „kein gutes Ende nehmen“ meine ich nicht, dass man es „halt wann anders macht“ oder hinpfuscht, sondern kein gutes Ende bedeutet, dass zum Einen mehrere 10-tausend oder 100-tausend Euro versenkt werden, Du dafür die Verantwortung trägst und zum Anderen, was für mich das schlimmste ist, Menschen von dir persönlich enttäuscht sein werden. Dein Team, deine Kunden und alle anderen Stakeholder.

Und deine Aufgabe als Projektleiter ist es diese Situation zu vermeiden.

Mit der Projekterfahrung, die mit der Zeit kommt und mein Gespür für die Menschen um mich herum, funktioniert es eigentlich sehr gut diese Extremsituationen zu vermeiden und jedes Projekt zielbringend abzuschließen – bisher ohne einem einzigen Zwischenfall.

Was macht für mich einen guten Projekt-&Teamleiter aus?

Aus meiner Sicht, mit meinen 26 Jahren und über 6 Jahren Projekterfahrung und 3 davon in der Selbstständigkeit, ist es: die Kommunikation.

Dabei meine ich nicht so viele Fragen, wie möglich zu stellen, um am Ende, wenn dann doch etwas schief geht, sagen zu können: „Hey, aber ich habe dich doch extra danach gefragt!“

Ich meine die andere Seite: ZUHÖREN.

Eines der Gründe, warum ich jeden anderen Teamleiter und jede andere Teamleiterin outperforme ist, dass ich besser und länger zu höre, um zu verstehen was wirklich gesprochen wird und was zwischen den Zeilen steht.

Es kommt niemals darauf an, wie viele Fragen Du stellst, um dich abzusichern, es geht um die Qualität der Fragen, bei der dir die Antworten so viel Einsicht und Input für die Team-&Projektleitung geben, dass du viel Zeit sparst, die du investiert hättest in irgendwelche leeren „Pro-Forma-Fragen“.

Egal in welchem Projekt, es gibt Aufgaben, die im Team ein leichtes Aufstöhnen hervorrufen. Aufgaben, die man halt nicht gerne macht, die aber gemacht werden müssen, weil es sein muss.

Aus meiner Sicht, ist es Aufgabe des Projektleiters unangenehme Aufgaben, so angenehm, wie nur möglich zu gestalten.Das unterstützt nicht nur den gesamten Projektverlauf und Team, sondern auch die Harmonie im Team und ich bin wahnsinnig Harmonie getrieben, wenn es um die Menschen geht, mit denen ich zusammenarbeite. Negativität hat für mich keine Daseins-Berechtigung. Vor einiger Zeit bin ich auf eine Fragestellung gestoßen, die für mich sowohl in normalen Abläufen, als auch in extremen Stress-Situationen zielführend ist.

Die Frage lautet, wie folgt:

Was kann ich tun, damit Du die Aufgabe besser und schneller erledigen kannst?

Diese Frage hat es in sich, weil:

  1. Die gefragte Person muss sich aktiv Gedanken dazu machen, was verbessert werden kann, damit er oder sie besser performen kann.
  2. Du gibst der Person die Möglichkeit innerhalb vom Kontext und zeitlich begrenzt spezifische Änderungswünsche auszusprechen, die meistens auch sehr leicht umsetzbar sind. Du musst allerdings dann auch liefern. Und zwar so gut du kannst!
  3. Wenn es keine Verbesserungswünsche gibt, nimmst du jedem den Wind aus den Segeln, der einfach nur einen schlechten Tag hat und damit das ganze Team runter zieht. Oder der Schuh drückt wo anders, dann musst du tiefer bohren!
  4. Du schaffst mit der Frage eine positivere Stimmung, weil die „maulende“ Person sich gehört und verstanden fühlt. Du musst nur zuhören.

Die Fragestellung ist sehr klar indem, was erwartet wird: Was kann ICH tun, damit DU besser arbeiten kannst?

DU musst dir Gedanken dazu machen, was geändert werden muss und ICH sorge dafür, dass es passiert.

Bisher waren bei mir die Antworten immer sehr eindeutig und einfach zu lösen. Hier einige Beispiele:

  • Bitte füge eine Spalte noch hinzu in der Tabelle und mach überall ein x dahinter was wichtig ist, damit ich es schneller sehe und nicht alles durchlesen muss
  • Schreibe in die Betreffzeile noch „Projekt XY“, damit ich weiß, wo das hin gehört. Ich arbeite gerade an 3 Projekten gleichzeitig und verliere sonst den Überblick
  • Ich muss die E-Mail mit den Inhalten von Jordan bis 10 Uhr haben, damit ich es heute noch schaffe
  • Die Liste ist endlos mit solchen Beispielen.

Du siehst, es sind eigentlich nur „einfache“ „kleine“ Änderungen, die für eine Person extrem viel ausmachen, um nicht nur die Stimmung zu verbessern, sondern auch das Gesamtergebnis im Team extrem zu verbessern. So gesehen, ist es der erste Schritt in Richtung Prozessoptimierung. Diese Frage kann natürlich jedes Teammember stellen, aber der Anfang kommt meistens von vom Leader.

Jeder möchte einen guten Job machen!

Denk immer daran, dass jeder von uns einen guten Job machen möchte, wenn er oder sie morgens aufsteht, sich für die Arbeit fertig macht und dann da steht. Keiner geht zur Arbeit und denkt sich: Heute werde ich mal so richtig schlecht arbeiten, damit ich keine Anerkennung bekomme. Du kannst mit deinem Wirken die Arbeit deiner Teamkollegen dramatisch verändern und am Ende hilft es dir als Teamleiter auch noch selbst. Weil wenn das Team gut performed, fällt das auf dich zurück. Wenn das Projekt ein erfolg ist, bist du ein erfolgreicher Projektleiter.

Ein absolut positiver WINWINWINWINWINWINWIN und HARMONIE!

Du als „relevanter Mitarbeiter“

Wenn wir an unsere Arbeit denken, haben wir alle einen Stapel an Arbeit, der nahezu endlos ist.

Aufgaben werden von jedem systematisch abgearbeitet. Wenn eine neue Aufgabe dazu kommt, wird sie von dir zu dem Stapel von Aufgaben dazu gelegt und eine Aufgabe nach der anderen wird abgearbeitet.

In einem klassischen Bürojob, ist eine Aufgabe eine E-Mail oder Akte, die bei dir landet. Auch wenn die Aufgabe keine besondere Priorität aufweist, vergibst du automatisch eine Priorität, wie sie dir passt und legst sie zu dem Stapel mit restlicher Arbeit.

Aufgaben von Menschen, die du nicht magst, oder deren interne Position für dich nicht hoch genug ist, verschwinden im Stapel irgendwo im Nirvana.

Aufgaben, die Du nicht magst, verschwinden genauso weit unten mit der Priorität „mache ich, wenn ich dazu komme“ = heute nicht, morgen vielleicht, eher nächstes Jahr. Logisch, oder?

Genauso gibt es auch jene Menschen in deinem Ökosystem, deren Anfragen oder Tasks gerne sofort abgearbeitet werden – egal, wie dringlich es ist.

Das Stichwort hier ist Relevanz.

Relevant zu sein, ist ein Geschenk und keine Selbstverständlichkeit. Jemand ist relevant, wenn die andere Person die Zeit findest, um „noch schnell etwas rein zu schieben“, oder obwohl heute keine Zeit mehr ist, es „sicher heute noch fertig“ zu machen. Wahre Relevanz hängt nicht von der Jobposition ab, sondern von viel mehr. Relevant zu sein ist genauso zerbrechlich und anfällig, wie Vertrauen. Dieses Geschenk bekommst du ein Mal und wenn Du es verbockst, ist es nahezu unmöglich, dass deine Anfrage oder Aufgabe, die Du übermittelst, nicht in der endlosen To-Do-Liste verschwindet.

Was kannst Du heute tun, um relevant zu bleiben?